Trotz Energielabel – Experten empfehlen fachkundige Beratung beim Heizungskauf

Effizienzlabel kennen Verbraucher hauptsächlich von Haushaltsgeräten wie Waschmaschinen und Kühlschränken. Seit September 2015 müssen jedoch auch Heizungsanlagen entsprechend ihrer Energieeffizienz ausgezeichnet werden: Eine Einteilung in Energieklassen von G bis A++ soll für mehr Transparenz bei der Wahl der Heizanlage sorgen und dem Verbraucher eine Orientierung geben.

 

Flüssiggas ist netzunabhängig verfügbar – die Tanks lassen sich auch kaum sichtbar unterirdisch lagern. (Foto: HLC / PRIMAGAS)
Flüssiggas ist netzunabhängig verfügbar – die Tanks lassen sich auch kaum sichtbar unterirdisch lagern. (Foto: HLC / PRIMAGAS)

 

Doch bereits ein Jahr nach der Einführung melden sich kritische Stimmen. Die Verbraucherzentrale NRW beanstandet unter anderem die fehlende Differenzierung innerhalb der Geräteklassen. Heizungsanlagen würden ausschließlich nach dem Energieträger oder dem Kombinationssystem bewertet, nicht nach der tatsächlichen Effizienz der individuellen Anlage.

Zudem fehle eine Information zur Wirtschaftlichkeit einzelner Geräte und Technologien. Namhafte Experten raten daher, vor dem Erwerb einer neuen Heizung vom Fachmann beraten zu lassen – so können Hausbesitzer sicher sein, nicht nur einen umweltschonenden Brennstoff zu wählen, sondern auch wirtschaftlich die beste individuelle Wahl zu treffen.

Doch nicht nur bei Neuinstallationen sollten Verbraucher auf die Effizienz achten: Gerade veraltete Anlagen sind häufig ineffizient, was dazu führt, dass sie sowohl finanziell als auch für die Umwelt zur Belastung werden. Die Experten raten vor dem Hintergrund, Modelle, die älter als 15 Jahre sind, zu ersetzen. Wer seine alte Ölheizung durch eine moderne, flüssiggasbetriebene Gasbrennwerttherme ersetzt, kann seine Energiekosten um bis zu 30 Prozent reduzieren.

 

Wer seine veraltete Heizung durch eine moderne, flüssiggasbetriebene Anlage ersetzt, kann sowohl seine Kosten als auch die CO2-Emissionen reduzieren. (Foto: HLC / PRIMAGAS)
Wer seine veraltete Heizung durch eine moderne, flüssiggasbetriebene Anlage ersetzt, kann sowohl seine Kosten als auch die CO2-Emissionen reduzieren. (Foto: HLC / PRIMAGAS)

 

Der effiziente Energieträger bietet die Vorteile einer Gasversorgung, ist jedoch im Gegensatz zu Erdgas netzunabhängig verfügbar. Zudem emittiert Flüssiggas rund 15 Prozent weniger CO2 als Heizöl. Ein flüssiggasbetriebenes Blockheizkraftwerk (BHKW) erhält sogar die Höchstbewertung A++. Die Einführung des Energielabels war ein wichtiger Schritt, so die einhellige Meinung, dennoch sollten Modernisierer nicht auf die professionelle Beratung eines Fachmanns verzichten.