Mobiles Hühnerhaus übernimmt Eierproduktion und Rasenpflege in einem

Immer wieder wird deutlich: Wir leben in einer konsumorientierten Welt! Die „Geiz ist geil“-Mentalität zieht sich durch verschiedenste Bereiche in unserem Alltag. Was uns nicht mehr gefällt, wird weggeworfen, was kaputt ist, neu gekauft – doch entgegen diesem Trend achten viele Menschen vermehrt auf eine nachhaltige sowie bewusste Lebensweise.

So sprießen hier und dort Repair-Cafès aus dem Boden und „Upcycling“ hat sich als Begriff längst etabliert.

 

Mobiles Hühnerhaus
Hühner produzieren nicht nur Eier, sie fressen im Verhältnis zum Körper auch genauso viel Gras wie eine Kuh. Das macht die geplusterten Gefährten zu niedlichen Rasenmähern! (Foto: epr/HühnerHausMobil)

 

Neben Einrichtung und Gebrauchsgegenständen betrifft dies auch die Ernährung. Was bei Obst und Gemüse bereits zum Alltag gehört, ist auch mit eigenen Frühstückseiern möglich. In dem Kontext kam die Idee auf, einen mobilen Hühnerstall zu entwickeln, der zum einen eine artgerechte Haltung ermöglicht und zum anderen als Rasenmäher fungiert.

Zwei Varianten im Schwedenlook gibt es jetzt– das kleinere für bis zu sechs, das größere für bis zu sechzehn Tiere.

 

Mobiles Hühnerhaus
Im Bereich der Hühnerhaltung ist die Industrialisierung am weitesten vorangeschritten. (Foto: epr/HühnerHausMobil)

 

Beide Versionen bestehen aus einem wetterfesten Baukörper auf Luftreifen. Im Inneren findet sich alles, was eine artgerechte Haltung ausmacht: Platz zum Scharren, Kotkasten, Sitzstange, Futterautomat und Nest.

Die Legebox ist außen angebracht und ermöglicht eine bequeme Entnahme der gelegten Eier. Eine speziell angefertigte Solaranlage auf dem Dach sorgt dafür, dass die Hühner nicht im Dunkeln sitzen, während der automatische Toröffner diese am Morgen ins Freie entlässt und abends die Pforten selbstständig schließt.

 

Mobiles Hühnerhaus
Hühner sind die ältesten Haustiere der Welt und pflegeleicht in der Haltung. Sie produzieren nicht nur Eier, sondern erledigen auch die Rasenpflege.
(Foto: epr/HühnerHausMobil)

 

Doch wie funktioniert nun die Sache mit dem Rasenmähen? Ganz einfach: Man zäunt eine kleine Fläche seines Grundstücks ein und lässt die Hühner drei, vier Wochen laufen. In dieser Zeit fressen sie nicht nur den Rasen schön kurz, sondern kratzen auch das Moos heraus und sorgen somit für die Belüftung des Bodens.

Danach wandern Haus und Zaun einfach weiter und das Procedere wiederholt sich. Doch nicht nur unsere gefiederten Freunde fühlen sich in ihrem eigenen Schwedenhaus wohl, auch Schildkröten und Gänse finden in dem nach Bioland-Richtlinien entwickelten Unterschlupf optimale Bedingungen vor.