Bio ist nicht gleich Bio

Wie viel Bio darf es denn sein? Angesichts der momentanen Biomarkt-Entwicklung könnte man diese Frage stellen. Denn „Bio“ ist schon längst kein einheitlicher Standard mehr, anonymes Massen-Bio erobert die Supermärkte und Discounter. Trotz Siegel ist oft nicht klar, woher die Lebensmittel stammen und unter welchen Bio-Grundsätzen sie erzeugt wurden.

So beziehen manche Supermärkte ihre Waren über konventionelle Agrarkonzerne mit einer Bio-Schiene, die oft nur die Mindeststandards erfüllen. Beim Verbraucher erzeugt das große Unsicherheit.

 

Bio Obst Gemüse Lieferservice
Hier bekommt man beste ökologische Qualität – aus der Region, wann immer möglich.
(Foto: epr/Verband Ökokiste e.V.)

Ein Verband möchte hier eine Alternative bieten: Vor rund 30 Jahren fingen die Öko-Pioniere an, Obst und Gemüse regionaler Bio-Landwirte in Kisten zu verpacken und direkt nach Hause zu liefern. Zehn Jahre später schlossen sich eine ganze Reihe von ihnen zu einem Verband zusammen.

Heute umfasst er Mitgliedsbetriebe in ganz Deutschland, die alle konsequent nach den Grundsätzen des ökologischen Landbaus handeln. Jeder Betrieb liefert im eigenen Umland aus, arbeitet aber nach den verbandsweit geltenden Zertifizierungsrichtlinien. So stammen alle Waren, soweit saisonal verfügbar, von Bio-Erzeugern aus der Region und wurden nach strengsten Richtlinien produziert – fast ausschließlich nach den Vorgaben eines Anbauverbands wie Demeter, Bioland oder Naturland.

 

Bio Obst Gemüse Lieferservice
Da weiß man, wo’s herkommt: Entscheidend sind Erzeugernähe und Transparenz.
(Foto: epr/Verband Ökokiste e.V.)

 

Was in unseren Breiten nicht gedeiht, beziehen die Betriebe von sorgfältig ausgewählten Partnern, zu denen sie in der Regel persönliche Beziehungen pflegen. Alle Verbands-Mitglieder bauen selbst an oder arbeiten seit Jahren sehr eng mit anderen regionalen Bio-Erzeugern zusammen.

Und so einfach geht’s: Wer das mal ausprobieren möchte, findet im Internet „seinen“ regionalen Lieferbetrieb, bei dem er online oder telefonisch bestellt. Wie oft und in welchen Abständen, entscheidet er selbst, das kann wöchentlich, 14-tägig, unregelmäßig oder ganz spontan sein. Und wer mal nicht da ist, bestellt ohne Probleme kurzfristig ab. Mindestlaufzeiten, Kündigungsfristen oder Abnahmeverpflichtungen gibt es nicht.